Giftstoffe

Giftstoff Wirkung
A  
Avocado Alle Pflanzenteile, besonders Blätter, giftig auch für Katzen, Hamster, Rind, Pferd, Ziege, Kaninchen, Vögel und Fische. Herzversagen mit Lungenstau, Herzrhythmusstörungen, Halsödem, Atemnot, flüssigkeitsgefüllter Herzbeutel, Tod. Eine Vergiftung ist nicht mehr heilbar.
B  
Birkenzucker Siehe Xylit
Bohnen Bohnen ( Ackerbohne, Dicke Bohne, Gartenbohne, Pferdebohne, Puffbohne, Saubohne) sind grundsätzlich, für Mensch und Hund, nur im gekochten Zustand genießbar. Rohe Bohnen enthalten das Gift Phasin. Bei Mensch und Hund können rohe Bohnen zu Vergiftungen führen.

Symptome: Brechdurchfall (eventuell blutig), Bauchkrämpfe, verminderte Urinausscheidung, Appetitlosigkeit, Kolik, Fieber, Kollaps, Leberschwellung,
Milzschwellung, evtl. Gelbsucht.
Hat der Hund eine große Menge roher Bohnen gefressen kann es unbehandelt zum Tode führen.
K  
Kartoffeln Kartoffeln, besonders grüne oder gekeimte Kartoffeln können unter bestimmten Bedingungen Gifte (Solanin) enthalten. Da der Solaningehalt in der Schale am höchsten ist, besteht besonders bei der Verfütterung solcher eine Vergiftungsgefahr.

Symptome: Erbrechen und Durchfall, Magenschmerzen, Magenkrämpfe.
Kakao/Schokolade In Kakao/Schokolade ist Theobromin enthalten. Die tödliche Dosis für einen Hund liegt bei 100 mg/kg Körpergewicht. Zum Vergleich: In einer Tafel Zartbitterschokolade befindet sich ungefähr die dreifache Menge. Je nach Kakaogehalt sind etwa 60g Milchschokolade pro kg Körpergewicht bzw. 8g Blockschokolade pro kg Körpergewicht (d.h. 100g Blockschokolade für einen 12 kg Hund) können einen Hund vergiften, evtl. töten. Vier bis fünf Stunden nach der Aufnahme treten bei einer akuten Vergiftung folgende Symptome auf:
Bewusstseinsstörungen, erhöhte Atem- und Herzfrequenz, Nervosität, Krampfen
Lähmungen der Hintergliedmaßen, Kollaps.
Zwei Stückchen Zartbitterschokolade können für einen Chihuahua bereits tödlich sein.
Knoblauch Es existiert eine recht weit verbreitete Meinung, dass Knoblauch für Tiere, insbesondere für Pferde, Hunde und Katzen giftig sein soll. Rein theoretisch ist dies auch so, allerdings praktisch nicht zu erwarten, da die toxische Dosis bei einem 25 Kg schweren Hund 50 Knoblauchzehen täglich verteilt über 7 Tage wäre. Für Pferde gilt die Menge von 240 g täglich als giftig. Da kein Mensch einem Tier solche Mengen verfüttern würde, ist Knoblauch also faktisch als ungiftig für Tiere einzustufen. Beim Hund wirkt Knoblauch antibakteriell, er erhöht die Leistungsfähigkeit der Tiere und reinigt das Blut. Weiterhin wirkt er entgiftend, reinigt die Haut, und beugt Alterserscheinungen vor. Für Meerschweinchen und Hamster ist Knoblauch ein ungeeignetes Futter, da er Blähungen verursacht.

Veterinärtoxikologischen Institut der Universität Zürich - Hr. Prof. Dr. Nägeli: "Die Fütterung von Knoblauch an Hunde kann sich günstig auf die Gesundheit auswirken. Über die tatsächliche Wirkung als Repellens (Abschreckungsmittel gegen stechende Insekten) weiss ich aber nichts. Empfohlen wird eine tägliche Dosis von 4 g / Hund der frischen Knoblauchzehe. Für Pulver usw. habe ich keine Dosisempfehlung".

Am Rande erwähnt.. Knoblauch hilft nicht gegen Würmer!
N  
Nikotin (Tabak) Tödliche Dosis: 5-25g getrockneter Tabak
Symptome: Erregung, Muskelzittern, Erbrechen, Speicheln, erhöhte Atem- und Herzfrequenz, Krämpfe, Bewegungsstörungen, Kreislaufkollaps.
Hunde und Katzen sind betroffen. Jedoch sind vor allem Jungtiere gefährdet, da diese sehr neugierig sind, und versuchen alles zu kauen.
Trinkt der Hund z.B. aus einer Pfütze in der Zigarettenkippen liegen, kann dies tödlich enden
Nüsse Vorsicht ist bei Walnuss- und Schwarznussbäumen geboten!
Die Schalen beider Bäume können von einem giftigen Pilz befallen sein. Dieser Pilz (Wirkstoff Roquefortin C -vergleichbar mit Strychnin) kann bei der Einnahme der Fruchtschale durch seine stark neurotoxische Wirkung (Nervengift) bei Hunden zum Tod führen!
Symptome: Erbrechen, epileptische Anfälle, Zittern, Tonisch-klonische Krämpfe (Versteifung der Gliedmassen und anschliessend symmetrische Zuckungen).
O  
Obstkerne (Kirsche, Pflaume, Aprikose, Apfel etc.) Bei zerbissenen Kernen, Gift: Blausäure.
Symptome: Speicheln, Erbrechen, Durchfall, Fieber, Atemnot, Krämpfe bis hin zum Tod.
R  
Rosinen Führen zu einer Vergiftung mit akutem Nierenversagen, sie erhöhen den Kalziumgehalt im Blut dramatisch. Tödlich!
Symptome: Magenkrämpfe, Erbrechen und Durchfall, Bauchschmerzen, Appetitlosigkeit, Bewusstseinsstörung, wenig Urin absetzen, Nierenversagen!
Am Besten den Hund erst gar nicht auf den Geschmack kommen lassen.
Rattengift Rattengift besteht aus verschiedenen Wirkstoffen (z.b. Brodifacoum, Bromadiolon, Cumarin, Chlorphacion, Difenacoum, Diethalion, Rodenticiden) und es handelt sich um ein Langzeittoxin (Langzeitgift), dass seine Wirkung erst frühstens 48 Stunden nach Einnahme des Giftes entwickelt. Die ersten Anzeichen einer Vergiftung der Hunde ist meistens erst sehr spät erkennbar, und daher ist es leider sehr oft zu spät für eine Rettung.

Wirkung:
Zuerst wird die körpereigene Vitamin-K in der Leber gehemmt, d.h. die Blutgerinnung wird gestört, dadurch wird das Blut stark verdünnt. Gleichzeitig werden die Zellwände der Körperorgane aufgelöst, es kommt zu Blutungen in alle Körperhöhlen, insbesondere in dem Verdauungstrakt, was man aber von außen nicht erkennen kann. Das Ganze geht relativ schmerzlos von statten. Durch den Blutverlust setzt zuerst eine Schlappheit/Müdigkeit ein, die dann später (je nach Menge des Giftes), unbehandelt, zur Bewusstlosigkeit und zum Tod führt.

Symptome: Müdigkeit/Schlappheit, häufiges schaumartiges Erbrechen
mit Blut vermischter Durchfall, blasse Schleimhäute, die Körpertemperatur sinkt erheblich, die ersten sichtbaren Symptome zeigen sich erst 48 Stunden nach der Giftaufnahme .
S  
Süßstoff Süßstoff ist in vielen zuckerfreien Kaugummis, Bonbons und anderen Lebensmitteln enthalten. Für Hunde kann die Aufnahme von dem Süßstoff Xylit tödlich sein!!! Bei Hunden wird die Ausschüttung körpereigenen Insulins in das Blut deutlich erhöht, es kommt zu einem lebensbedrohlichen Abfall der Blutzuckerspiegels. Die Wirkung tritt ca. 30 Minuten nach der Aufnahme von Süßstoffhaltige (xylithaltiger) Süßwaren ein.

Symptome: Nach ca. 30 Minuten, Verlust der Koordinationsfähigkeit, Schwäche, Leberschäden, Krämpfe bis hin zum Tot.
Schweinefleisch Rohes Schweinefleisch enthält das Aujetzki-Virus (Herpesvirus), dass für Hunde und Katzen tödlich ist. Für den Menschen ist es ein unproblematisches Herpesvirus, für den Hund ist es ein Virus was zum Tode führen kann.

Syptome: Die Inkubationszeit beträgt 2-9 Tage, Appetitlosigkeit, Erbrechen
Würgen, Unruhe, Fieber (41°C), Hoher Speichelfluss, Mattigkeit,
Koordinationsschwierigkeiten der Gließmaßen, Wesensveränderungen,
Schluckbeschwerden, der Hund kann nicht mehr aufstehen, Tobsuchtsanfälle,
Lähmungen der Kopfmuskulatur, unstillbarer Juckreiz (Juckseuche)
schnelles/heftiges Atmen, Bewusstlosigkeit, Tod.

Innerhalb 24-36 Stunden nach Auftreten der Symptome tritt der Tod des Hundes ein.

Den Virus gibt es schon seit einigen Jahren nicht mehr in Österreich. Wie genau das aber kontrolliert wird kann auch keiner sagen. Riskieren würde ich das nicht. Im Wildschweinfleisch ist der Virus noch vorhanden.
Schneckenkorn,
Blaukorn
Schon kleine Mengen sind für Hunde/Tiere unbehandelt absolut tödlich!
SOFORT nach Einnahme des Giftes muss der Hund bzw. das Tier zum Erbrechen gebracht werden, oder von einem Tierarzt den Magen ausgepumpt, und die Krämpfe medikamentös behandelt werden.
60 Min. nach Giftaufnahme wirkt das Gift unbehandelt absolut tödlich!

Symptome: Erbrechen, oft schon blau-türkis, zittern, krampfen, Zuckungen, schreien, Atemnot und Lungenödem (Wasser in der Lunge), türkisblauer Durchfall
hohes Fieber, Kollaps.

Unbedingt in eine Tierklinik fahren, da viele Tierärzte nicht für diese Behandlung ausgerüstet sind.
T  
Tomaten Grüne Tomaten können unter bestimmten Bedingungen Gifte (Solanin) enthalten. Da der Solaningehalt in der Schale am höchsten ist, besteht besonders bei der Verfütterung solcher Tomaten, eine Vergiftungsgefahr.

Symptome: Erbrechen und Durchfall, Magenschmerzen, Magenkrämpfe.
W  
Weintrauben Führen zu einer Vergiftung mit akutem Nierenversagen, sie erhöhen den Kalziumgehalt im Blut dramatisch. Tödlich!
Symptome: Magenkrämpfe, Erbrechen und Durchfall, Bauchschmerzen, Appetitlosigkeit, Bewusstseinsstörung, wenig Urin absetzen, Nierenversagen!
Am Besten den Hund erst gar nicht auf den Geschmack kommen lassen.
X  
Xylit (Birkenzucker) Absolut giftig für Hunde. Mengen ab 0.5 g Xylitol/kg Körpergewicht p.o. können ein akutes Leberversagen auslösen.

Symptome: Apathie, Schwäche, Ataxie, Somnolenz, Koma, Stupor, Seitenlage, Zittern, epileptiforme Anfälle
Z  
Zwiebel, Küchenzwiebel Auflösung der roten Blutkörperchen, Schon gefährlich: 5 g pro Kilo Körpergewicht.
Allgemeine Schwäche, auch Unlust zur Bewegung, blasse Schleimhäute und Gelbsucht, die man an der Gelbfärbung der Schleimhäute und Augen erkennt. Die Tiere bekommen Durchfall und der Urin verfärbt sich, wenn der zerstörte rote Blutfarbstoff ausgeschieden wird.