Welpenkurs

.:: Training für Welpen ab 9 Wochen!

Dein kleiner neuer Begleiter sollte sich schon eine Woche bei Dir zu Hause eingewöhnt haben bevor's mit dem Training los geht. Solltest Du gar nicht mehr weiter wissen, gehts natürlich auch schon früher ;-).

Schreib Dir in dieser Zeit alle Fragen auf, die Dir zu Deinem neuen Freund einfallen.

In der ersten Stunde findet die Kursseinschreibung und Gruppeneinteilung statt, eine kleine Vorstellungsrunde der Teilnehmer und dann geht es auch schon mit dem Training los.

Die Gruppen werden klein gehalten, maximal 5 Teilnehmer (6 bei den Zwergen) pro Kurs um auch ein optimales Training zu gewährleisten. Natürlich gibt's in Folge viele weitere Fragen, die wir Dir bei jedem Training gerne beantworten.

Der Welpenkurs besteht aus 9 Trainingseinheiten (inkl. Prüfung) mit je 30 - 40 Minuten Training, danach geht's ab zum Spielen. Länger macht keinen Sinn, da der Kleine dann nicht mehr aufnahmebereit wäre. Wenn es warm ist dürfen die Zwerge den Hundeschwimmteich im Steintheater besuchen und ihre ersten Erfahrungen sammeln. Babyschwimmen quasi ;-)

Der Kurs dauert 9 Wochen - also 1 mal pro Woche.

Grundsätzlich versuchen wir die Kurse nach Hundegrößen zu organisieren und so haben wir auch eigene Kurse für kleine Hunde!

Auch ältere Hunde haben wir schon in einen Welpenkurs gesteckt, bzw. haben wir öfters Welpenkurse speziell für ältere Hunde. Betrifft meist Tierheimhunde oder Hunde aus dem Ausland. So kann auch ein dreijähriger mit einem Welpenkurs beginnen. Hier lernt man alles von der Pike auf, was gerade in diesen Fällen sehr zu empfehlen ist.

Im CITY4DOGS Welpenkurs haben wir volles Programm. Jede Wochen andere und neue Übungen, versch. Untergründe, Gerätetraining (spezielle Welpengeräte) für den Bindungsaufbau, Umweltsozialisierungstraining (Rollstuhl, Rollator, Krücken, komische Menschen usw.), Maulkorb,- und Halskrausentraining, Futterverweigerung, Hüftleinentraining, Silvestertraining uvm.

 Kosten Welpenkurs:
  Einmalig € 205,- für 9 Wochen - (1 mal pro Woche) in der Halle inkl. Prüfung.


CITY4DOGS Welpenkurs im Detail - Auszug aus meinem Buch, hier nun auch online:

Tag 1

Das Kennenlernen der Gruppen und die Einteilung, welcher Hund, an welchem Tag zu welcher Uhrzeit, finden statt. Der erste Kurstag dauert ca. 2,5 - 3 Stunden. Die weiteren Trainings in 5er Gruppen dauern dann in etwa 45 Minuten, danach folgen 15 Minuten spielen.

Wenn wir im Kreis sitzen, bekommt jeder eine Mappe mit Formblatt, auf dem die Daten des Hundes inkl. Chip Nummer, Versicherung usw. auszufüllen sind. Dem schließt sich eine Sozialisierungstabelle an, auf der Situationen vorgegeben stehen, die in drei Gruppen zu kennzeichnen sind.
Dann gibt es noch einige Extrazeilen für die Wünsche und Ziele, die man mit dem Hund erreichen will, und eine extra Zeile für Probleme, falls man schon welche hat. Da wir in der Regel auf dem Boden sitzen, liegen die Welpen während dieser Zeit, an einer getrockneten Rinderkopfhaut nagend, neben dem Frauchen oder Herrchen. Damit haben sie genug zu tun und sind beschäftigt.

Eine kleine Vorstellungsrunde gibt es natürlich auch, danach werden alle Mappen „abgearbeitet“ und die Probleme besprochen.

Eine Gruppe besteht aus maximal fünf Welpen. Damit wir aber am ersten Tag nicht nur reden, sondern auch etwas arbeiten, gehen nach der großen Besprechung noch mal alle Welpen aufs „Klo“, bevor es endgültig losgeht. Erfahrungsgemäß müssen die Welpen, die gerade geschlafen haben, sowieso gleich mal pieseln.

Am ersten Trainingstag lernen wir den Meutetrieb. Der Hund will zu seiner Meute (in diesem Fall der Halter). Der Hund lernt seinen Namen und die Worte: „Komm her“ oder „Hier“, je nachdem.

Als weiteren Punkt lernen wir am ersten Tag mit einer ganz einfachen Übung die Kommandos „Sitz“, „Platz“ und „Steh“. Am Ende des Welpenkurses beherrschen die Kleinen die Kommandos, manche dann auch schon ohne Leckerli, welche wir am Anfang verwenden und mit der Zeit wieder abbauen.

Den Hund nicht zu vermenschlichen und andere wichtige Themen werden parallel zum Kurs mit angesprochen. Danach geht es ab zum Spielen, in den eingezäunten Garten I oder wenn die Temperaturen stimmen, rüber in Garten II zum Hundeschwimmteich im Steintheater.
Aber auch hier ist das Training im Grunde noch nicht beendet, denn auch richtiges Spielen will gelernt werden. Manche Welpen sind wahre Meister im Mobbing, welches sofort unterbunden werden sollte. Das Spielen nach dem Training ist aber spätestens nach dem dritten Kurstag angenehm für alle. Wie richtig gespielt wird, müssen aber nicht nur die Hunde lernen, sondern auch deren Halter. Manche würden gar nicht eingreifen, manche sofort, obwohl gar nichts passiert ist.

Tag 2

Das Kursintervall ist wöchentlich. Am zweiten Kurstag werden die Lerninhalte vom ersten Kurstag wiederholt. Der Meutetrieb wird nun aber nicht mehr einzeln gezeigt, sondern die Hunde laufen nebeneinander zum hoffentlich richtigen Hundebesitzer. Eine Steigerung ist dann noch der wechselseitige Meutetrieb. Sprich, die Hunde laufen aneinander vorbei, was immer besonders spannend ist. Man trifft sich in der Mitte und könnte ja spielen. Aber nein, die Welpen laufen weiter, der Halter ist wichtiger.
Danach kommt noch die Wiederholung von „Sitz“, „Platz“ und „Steh“, bei der eventuelle Probleme gleich ausgemerzt werden. Während des Trainings wird noch jeder einzelne Hundehalter gefragt, wie die vergangene Woche verlaufen ist und ob es Probleme gab. Wenn alles okay war, gehen wir in die zweite Halle, die Welpentrainingshalle. Dort lernen wir die verschiedensten Untergründe kennen. Glatt, rau, Noppen, Parkett, Holzlatten, raschelnder Untergrund, raschelnder weicher Untergrund, ganz glatter Kunststoff und so weiter. Danach kommen die ersten Welpengeräte. Eine Minischrägwand und eine Miniwippe. Alles für Welpen konstruiert.
Im Grunde geht es beim Gerätetraining darum, dass Hund und Mensch als Team gemeinsam eine Aufgabe erfolgreich bewerkstelligen und so zusammenwachsen. Danach geht es zur Spielrunde.

Tag 3

An dritten Tag kommt wieder der Meutetrieb, aber dieses Mal mit Verstecken. Der Hund wird abgelenkt, der Hundebesitzer läuft ans Ende der Halle und versteckt sich. Danach wird der Hund von mir freigegeben und soll nun allein auf die Stimme des Hundebesitzers reagieren und diesen auch finden. Gelingt immer und die Freude beider ist riesig. Danach gehen wir wieder in die andere Halle, um die Untergründe und die zwei Geräte zu wiederholen, und es kommen zwei neue Geräte dazu. Eine Treppe mit einem Steg zum darüber laufen und ein Steg mit zwei Schrägen. Danach
schauen wir uns an, ob die Welpen Futterneid haben und klären das, falls vorhanden, an Ort und Stelle.

Tag 4

Alle vier schon erlernten Geräte werden wiederholt und zwei neue, schwerere Geräte kommen dazu. Ein Wackelsteg, der seitlich schwingt und eine Wackelbrücke, welche sich in alle Richtungen bewegt. Balance ist angesagt. Natürlich halten wir die Geräte fest, bis sich die Kleinen daran gewöhnt haben. Manche Welpen stehen später auf der Wackelbrücke, schwingen in alle Richtungen und wollen gar nicht mehr herunter. Dann kommt auch noch der Tunnel dazu. Der Tunnel ist eher eine leichte Übung, die den Kleinen aber sehr viel Spaß bereitet. Je nachdem, wann es zeitlich passt, das kann nun am vierten, fünften oder sechsten Trainingstag sein, bauen wir noch den Part „Tierarzt“ ein. Den Hund angreifen, abtasten, zwischen die Zehen greifen, in die Ohren sehen, die Zähne ansehen. Spätestens bei den Zähnen sehen manche Besitzer, dass schon einige fehlen. Fragen wie: Wann gehören die Krallen geschnitten, mit welchem Werkzeug geht es am besten, Fellpflege und weitere werden beantwortet.
Bei Problemen mit den Zähnen kommen oft Bachblüten zum Einsatz. Bei manchen Hunden geht der Zahnwechsel völlig problemlos von statten, manchen Hunden geht es aber richtig schlecht. Die Blüte „Walnut“ hilft hier wirklich sehr gut.

Tag 5

Der Sozialisierungstag. Die Hunde stehen dieses Mal in einer Reihe. Ein komisches Ding nach dem anderen kommt nun daher. Das ist der Punkt, wo wir auch gerne Kinder ins Training einbauen.

Es kommt jemand:

• mit einem Rollator (Gehhilfe für ältere Menschen),

• einem Rollstuhl,

• Kinderwagen,

• Fahrrad mit allen möglichen verschiedenen Klingeln,

• ein Mensch auf Krücken, der nach dem Weg fragt und mit der Krücke fuchtelt,

• einer mit Sturzhelm und Motorradjacke,

• ein absolut eigenartig aussehender Mensch mit langem Mantel, Sonnenbrille, Hut und zwei großen Koffern in der Hand,

• eine Person mit Regenschirm, die auf einen zukommt, während der Regenschirm unerwartet aufgeht,

• eine ganze Menge an Holzbrettern, die plötzlich umfallen und

• eine Leiter, die darauf knallt.

Jede Menge Arbeit, besonders bei Hunden, die bei einigen Dingen Angst haben, ihnen diese Sachen angenehm zu machen.

Tag 6

Maulkorb und Halskrausentraining. Es kann sein, dass das jeder Hund in seinem Leben mal braucht. Besonders Hundebesitzer kleiner Rassen sind der völligen Überzeugung, ihr kleiner Hund wird niemals einen Maulkorb tragen müssen. Leider kann es aber einmal passieren, dass der Hund einen Unfall hat oder gebissen wird. Hunde mit enormen Schmerzen können ganz schön aggressiv werden, diese Aggression richtet sich natürlich auch gegen die Personen, die dem Hund helfen wollen. Hier geht es dann nicht mehr ohne Maulkorb. Hat der Hund noch nie einen Maulkorb gesehen, kommen gleich zwei Stressfaktoren dazu. Die meisten Hundebesitzer fragen dann auch, ob sie den Maulkorb zum Üben mit nach Hause nehmen dürfen.

Tag 7

An diesem Kurstag wird in zwei verschiedenen Gärten je eine Futterstrasse ausgelegt.
Die Hunde lernen hier, nichts zu fressen, was am Boden liegt. Leider gibt es zu viele Vergiftungen von Hunden, da diese regelrechte „Staubsauger“ sind.  Einige Hundebesitzer gehen hier aber derartig steif, das der Hund vorher schon weiß: Hoppla, heute ist was anders. Nach zwei Runden wissen die Hundebesitzer auch mit der eigenen Körpersprache umzugehen, denn die Alltagssituation ist eine andere. Und dann heißt es üben, üben, üben... Danach muss der Hund noch lernen, Leckerli von fremden Personen nicht anzunehmen. Die Kommandos „Nein“ und „Okay“ werden gefestigt.

Tag 8

Am letzten Kurstag vor der Prüfung gibt es noch ein Hüftleinentraining. Mit Musik läuft es sich besser. Eine Zwei-Meter-Leine kommt um die Hüfte des Hundebesitzers, wird durchgeschlauft und am Hund befestigt. Die Aufmerksamkeit auf den Hundebesitzer wird enorm gefestigt. Zu Beginn des Trainings spannen noch alle Leinen, fast ausnahmslos. Gehen, Laufen, Richtungswechsel, Musik aus, anhalten. Das Ganze läuft ohne jegliche Kommunikation zum Hund. Der Hund lernt, sich so am Besitzer zu orientieren.
Am Ende des Trainings laufen die Hunde mit locker durchhängender Leine neben dem Halter. Danach spielen die Welpen in der Halle, denn am letzten Trainingstag kommt noch Silvester- und Gewitter-Training dazu. Zuerst nur ganz leise, mit der Zeit wird die Antistress-Trainings-CD ganz schön laut aufgedreht. Natürlich kann man die Stimmung eines Gewitters nur schlecht simulieren, aber zumindest die Geräusche kann man angenehm gestalten. Selbiges gilt für Silvester. Die Hunde verknüpfen jedoch die Geräusche mit angenehm, da sie in der Halle spielen und die Geräusche mehr oder weniger nur Nebensache sind. Bis dato hatte noch keiner der so ausgebildeten Welpen im Erwachsenenalter ein Problem mit Gewitter- oder Silvestergeräuschen.

Tag 9

Der große Tag für Hund und Hundebesitzer. Was wäre ein Kurs ohne Prüfung? Natürlich kann man auch durchfallen, es fällt aber eher selten jemand durch. Genauer gesagt ist dies erst einmal passiert. Am Prüfungstag wird alles Erlernte noch einmal zusammengefasst, nur Hüftleinen-, Maulkorb-, Wald- und Geräusche-Training sowie der Tierarzt werden ausgelassen.
Begrüßung, gehen an lockerer Leine, „Sitz“, „Platz“, „Steh“, der Meutetrieb, alle Untergründe, alle Geräte, und jedes einzelne Teil vom Sozialisierungstag kommt vorbei. Am Ende kommt noch eine Menschengruppe, zum Hände schütteln.
Als Bewertung gibt es ein „durchgefallen“, ein „gut“, ein „sehr gut“ und als beste Bewertung ein „vorzüglich“.
Es wird großen Wert auf die Umweltsozialisierung gelegt und jedes Hund-Mensch-Team auch in der Entwicklung des gesamten Kurses bewertet. Dass eine englische Bulldogge sich bei den Geräten etwas schwerer tut als beispielsweise ein Chihuahua fließt ebenfalls in die Bewertung ein. Nach jeder Prüfung gibt es das Bewertungsgespräch, wo eventuelle Mängel besprochen werden. Als Anerkennung gibt es eine Urkunde mit Foto, wo der Welpe noch ganz klein war und ein Fresspaket dazu ;-)

Das ist im großen und ganzen der Welpenkurs in CITY4DOGS. Danach geht meist die ganze Gruppe geschlossen in den Junghundekurs weiter.
Änderungen und Erweiterungen vorbehalten!